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Wie erkennt man Bio Produkte ?
Eins ist sicher, Bio Lebensmittel sind gesund, aber ist da, wo Bio draufsteht, auch immer Bio drin?
Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 29.07.2008, 11:23 Uhr
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Durch den ‚Bio-Boom‘ der letzten Jahre nimmt die Anzahl der Bio-Lebensmittel auf dem deutschen Markt immer mehr zu. Viele Produkte in den Regalen der Supermärkte sind mittlerweile mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet: Für den Verbraucher das Zeichen, dass es sich um ein Erzeugnis aus ökologischer Landwirtschaft handelt. Die Produktion und die fertigen Waren wurden geprüft und für gut befunden, die geltenden Standards wurden erreicht.
Nun gibt es allerdings eine Reihe verschiedener Bio-Siegel – und damit eine Reihe unterschiedlicher Auflagen. Der größte Unterschied besteht zwischen den Richtlinien der EU-Verordnung und denen der unabhängigen Anbauverbände. Um es kurz zu machen: Die Standards der EU-Verordnung sind in der Regel weitaus niedriger als die der Verbände. So finden wir heute mit Abstand am häufigsten das grüne Sechseck mit der Aufschrift: Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Produkte mit diesem Siegel wurden durch die zuständige Öko-Kontrollstelle geprüft. Produkte, die ein Verbands-Siegel tragen, wurden zusätzlich durch den jeweiligen Anbauverband geprüft. Die Richtlinien hier sind in der Regel deutlich strenger.
So gilt: Bio ist nicht gleich Bio!
Zum Vergleich ein paar Bestimmungen, die wesentlich voneinander abweichen. Die Verbands-Bestimmungen stammen vom größten deutschen Anbauverband Bioland und stehen hier stellvertretend für die übrigen (Biokreis, Biopark, Demeter, Ecoland, Ecovin, Gäa, Naturland):
Bioland: Der ganze Betrieb muss ökologisch arbeiten.
EG-Verordnung: Ein Teil des Betriebs kann konventionell arbeiten, ein anderer ökologisch.
Bioland: Die Menge des verwendeten Stickstoff-Düngern ist begrenzt.
EG-Verordnung: Keine Begrenzung der Stickstoff-Dünger-Menge.
Bioland: Blut-, Fleisch- und Knochenmehle sind verboten.
EG-Verordnung: Blut-, Fleisch- und Knochenmehle sind zugelassen.
Bioland: Die Hälfte des Futters muss vom eigenen Hof stammen.
EG-Verordnung: Eigene Futtererzeugung nicht vorgeschrieben.
Bioland: 100% der Zutaten müssen aus ökologischer Herkunft stammen.
EG-Verordnung: 95% der Zutaten müssen aus ökologischer Herkunft stammen.
Weiterhin verbietet Bioland die Verwendung des sogenannten Kuhtrainers, einer grausamen Errungenschaft der konventionellen Viehzucht: Ein unter Strom stehender Metallbügel wird 5 cm über dem Rücken der Kuh angebracht. Sollte die Kuh nun Ihr Geschäft verrichten wollen und nicht nah genug am Kotgraben stehen, wölbt sie Ihren Rücken, berührt den Kuhtrainer - und bekommt einen elektrischen Schlag. Auch bei anderen natürlichen Bewegungen, wenn sie sich lecken oder Fliegen abschütteln will, berührt die Kuh den Bügel. Die ohnehin unter Bewegungsmangel leidenden Kühe verkrampfen so noch mehr. In der EU-Verordnung ist die Benutzung des Kuhtrainers „nicht geregelt“ – sprich: der Kuhtrainer ist erlaubt. Das Thema Biologische Tierhaltung wird hier deutlich verschleiert.
Dies sind nur ein paar Beispiele der wesentlichen Unterschiede der Verordnungen. Sie zeigen auf, dass es nicht genügt, sich auf ein Siegel mit dem Wort ‚Bio‘ zu verlassen, wenn man Produkte aus wirklich verantwortlicher Produktion kaufen möchte. Der Weg zum giftfreien Apfel und zum Steak einer glücklichen Kuh ist etwas länger:
Man muss sich informieren. Dies kostet vielleicht ein wenig Zeit – doch es lohnt sich. Sie werden es schmecken!
Nun gibt es allerdings eine Reihe verschiedener Bio-Siegel – und damit eine Reihe unterschiedlicher Auflagen. Der größte Unterschied besteht zwischen den Richtlinien der EU-Verordnung und denen der unabhängigen Anbauverbände. Um es kurz zu machen: Die Standards der EU-Verordnung sind in der Regel weitaus niedriger als die der Verbände. So finden wir heute mit Abstand am häufigsten das grüne Sechseck mit der Aufschrift: Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Produkte mit diesem Siegel wurden durch die zuständige Öko-Kontrollstelle geprüft. Produkte, die ein Verbands-Siegel tragen, wurden zusätzlich durch den jeweiligen Anbauverband geprüft. Die Richtlinien hier sind in der Regel deutlich strenger.
So gilt: Bio ist nicht gleich Bio!
Zum Vergleich ein paar Bestimmungen, die wesentlich voneinander abweichen. Die Verbands-Bestimmungen stammen vom größten deutschen Anbauverband Bioland und stehen hier stellvertretend für die übrigen (Biokreis, Biopark, Demeter, Ecoland, Ecovin, Gäa, Naturland):
Bioland: Der ganze Betrieb muss ökologisch arbeiten.
EG-Verordnung: Ein Teil des Betriebs kann konventionell arbeiten, ein anderer ökologisch.
Bioland: Die Menge des verwendeten Stickstoff-Düngern ist begrenzt.
EG-Verordnung: Keine Begrenzung der Stickstoff-Dünger-Menge.
Bioland: Blut-, Fleisch- und Knochenmehle sind verboten.
EG-Verordnung: Blut-, Fleisch- und Knochenmehle sind zugelassen.
Bioland: Die Hälfte des Futters muss vom eigenen Hof stammen.
EG-Verordnung: Eigene Futtererzeugung nicht vorgeschrieben.
Bioland: 100% der Zutaten müssen aus ökologischer Herkunft stammen.
EG-Verordnung: 95% der Zutaten müssen aus ökologischer Herkunft stammen.
Weiterhin verbietet Bioland die Verwendung des sogenannten Kuhtrainers, einer grausamen Errungenschaft der konventionellen Viehzucht: Ein unter Strom stehender Metallbügel wird 5 cm über dem Rücken der Kuh angebracht. Sollte die Kuh nun Ihr Geschäft verrichten wollen und nicht nah genug am Kotgraben stehen, wölbt sie Ihren Rücken, berührt den Kuhtrainer - und bekommt einen elektrischen Schlag. Auch bei anderen natürlichen Bewegungen, wenn sie sich lecken oder Fliegen abschütteln will, berührt die Kuh den Bügel. Die ohnehin unter Bewegungsmangel leidenden Kühe verkrampfen so noch mehr. In der EU-Verordnung ist die Benutzung des Kuhtrainers „nicht geregelt“ – sprich: der Kuhtrainer ist erlaubt. Das Thema Biologische Tierhaltung wird hier deutlich verschleiert.
Dies sind nur ein paar Beispiele der wesentlichen Unterschiede der Verordnungen. Sie zeigen auf, dass es nicht genügt, sich auf ein Siegel mit dem Wort ‚Bio‘ zu verlassen, wenn man Produkte aus wirklich verantwortlicher Produktion kaufen möchte. Der Weg zum giftfreien Apfel und zum Steak einer glücklichen Kuh ist etwas länger:
Man muss sich informieren. Dies kostet vielleicht ein wenig Zeit – doch es lohnt sich. Sie werden es schmecken!