C-Arm der Zukunft (Teil 2)
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C-Arm der Zukunft: Camera Augmented Mobile C-Arm
Die Zukunft - Camera Augmented Mobile C-Arm
Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 11.01.2010, 16:48 Uhr
Autor: Administration account
Die Zukunft - Camera Augmented Mobile C-Arm
Während einer einzigen Operation mit einem C-Arm können durchaus zehn bis zwölf Röntgenbilder nötig werden. Für den Patienten wie auch für das OP-Personal, welches täglich mit dem C-Arm arbeitet, bedeutet dies eine erhöhte Strahlenbelastung. Forscher kamen daher auf die Idee, den C-Arm des Röntgengerätes mittels einer Digitalkamera zu erweitern. Diese nimmt das gleiche Bild auf, wie das Röntgengerät selbst. Der Operateur kann so auf dem Röntgenbild die Stelle für den Eingriff markieren und speichern. Anschließend wir diese Markierung auf das Live-Bild der Kamera übertragen. Wenn der Chirurg nun sein Instrument ansetzt, kann er am Bildschirm verfolgen, wo es sich in Relation zur Markierung und damit zum Röntgenbild befindet. Wichtig ist, dass Röntgen- und Kamerabild exakt deckungsgleich sind, damit beide genau denselben Ausschnitt zeigen. Eine spezielle Software im Gerät soll dies zu jeder Zeit gewährleisten.
Röntgen mit C-Arm und weniger Strahlenbelastung
Zusätzlich zur ersten Kamera, ermöglicht eine zweite Kamera, die im rechten Winkel zur Röntgenkamera und zur ersten Kamera am C-Bogen angebracht ist, wichtige Zusatzinformationen, etwa über die Neigung und die Eindringtiefe des Instruments. Durch die Erweiterung der herkömmlichen C-Arm-Röntgengeräte durch zwei Kameras, können Ärzte in Zukunft z. B. die Lage ihrer Instrumente am Bildschirm verfolgen und jederzeit das Röntgenbild zuschalten. Eine Operation kann so im Idealfall mit nur einer einzigen Röntgenaufnahme durchgeführt werden. Ergebnis: Die Strahlenbelastung sinkt drastisch.
Professor Ekkehard Euler, Leiter der Unfallchirurgie an der der Chirurgischen Klinik und Poliklinik Innenstadt der LMU München, fasst die Vorteile des C-Arms in Kombination mit Kameras zusammen: „Er ist sicherer, schneller und bedeutet weniger Strahlenbelastung, sowohl für die Patienten als auch für das OP-Personal.“ Schon bald sollen klinische Studien am Menschen durchgeführt werden, um den zukünftigen routinemäßigen Einsatz des erweiterten C-Arms im OP zu ermöglichen. Die Aufrüstung eines bestehenden Systems mit C-Arm ist einfach umzusetzen: Die bestehende Technik wird einfach um zwei optische Kameras erweitert. Anschließend sollte jeder Arzt, der den Umgang mit einem herkömmlichen C-Arm gewohnt ist, auch das erweiterte C-Arm-Röntgengerät bedienen können. Alles in allem bedeutete bereits der Einsatz des konventionellen Röntgengerätes mit C-Arm einen enormen medizinischen Fortschritt. Der Camera Augmented Mobile C-Arm verspricht nun noch mehr Sicherheit für den Operateur und damit auch einen Zugewinn an Gesundheit für Patienten.
Mehr Informationen:
C-Arm Medical Imaging von Ziehm (Website des C-Arm Herstellers Ziehm Imaging)
Umfassendere Informationen zu C-Arms (Wikipedia)