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Wie Alkoholentzug dem Menschen schadet

Der Entzug eines Alkoholkranken Menschen


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 24.09.2009, 16:08 Uhr
Autor: Martin Birk

Menschen, die sich ihre Alkoholkrankheit eingestanden haben, stehen vor der Frage, wie sie mit dem Alkoholkonsum am sichersten aufhören können. Da es sich bei dem Alkoholismus um eine Krankheit handelt, sollte der erste Schritt immer ein offenes Gespräch mit dem Hausarzt des Vertrauens sein, wo man offen und ehrlich über seinen Alkoholkonsum berichtet und seine Ziele, ein alkoholfreies Leben führen zu wollen, offen legt. Der Arzt kann dann an Hand von Untersuchungen mit dem Patienten entscheiden, welche Art und Form des Alkoholentzuges am geeignetesten und sichersten ist.

Bei einem Alkoholentzug können lebensgefährliche Entzugserscheinungen auftreten, die ohne ärztliche Kontrolle und Aufsicht auch tödlich enden können.

Bei einem Krampfanfall zum Beispiel kann man erbrechen und dann an dem eigenen Erbrochenen ersticken.

Viele Betroffene versuchen einfach so, ohne einen Arzt zu konsultieren, mit dem Alkoholkonsum aufzuhören und unterschätzen mögliche Entzugserscheinungen. Es gibt auch Alkoholiker, die es als Stärke auslegen, einfach den Alkohol weglassen zu können.

Auch wenn man sich schämt, ist ein kalter Entzug ohne ärztliche Begleitung keine Stärke, sondern eher eine Schwäche, welches oft von fehlender Einsicht in die eigene Alkoholerkrankung begleitet ist. Viele Alkoholiker kommen sehr erleichtert von einem Arztbesuch zurück, weil sie sich das erste Mal einen anderen Menschen anvertraut haben und sich Hilfe gesucht haben.

Ob der Alkoholentzug nun ambulant ( mit oder ohne Medikamente ) oder stationär in einem Krankenhaus auf der Entgiftungsstation vollzogen werden muß, kann der Alkoholkranke zusammen mit dem Arzt entscheiden und besprechen.

Ein häufiges Argument für ein heimliches Aufhören wollen, liegt darin, dass das Umfeld, die Familie, der Freundeskreis oder auch der Arbeitgeber von der Alkoholabhängigkeit nichts erfährt.

Um dauerhaft nüchtern bleiben zu können, ist aber ein offener und ehrlicher Umgang mit der Alkoholkrankheit sehr wichtig, weil jeder, der es weiß, unterstützend wirksam sein kann.