Zusatzstoffe

Genfood
Bei der Herstellung von gentechnisch veränderten Pflanzen werden Gene von Pflanzen, die einen besonderen genetischen Vorteil haben, auf andere übertragen. Man versucht dabei die Natur auszutricksen. Diese Genmanipulation soll gewährleisten, dass Schädlinge und Krankheiten nicht mehr in der Lage sind, große Ernten zu zerstören und damit anderen Menschen ihre Existenz zu nehmen. Bisher wurden zumeist Nutzpflanzen genmanipuliert. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind seit einigen Jahren im Handel zu finden. Ganz besonders beliebt sind Soja und Mais. Da man sich aber nicht ganz sicher ist, ob gentechnische Lebensmittel für den Menschen gefährlich sind oder bei übermäßigem Verzehr zu Krankheiten führen kann, sind Hersteller dazu verpflichtet, den Konsumenten darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem besagten Produkt um ein gentechnisch verändertes Produkt handelt. Der Hersteller ist jedoch nicht dazu verpflichtet, den Konsument zu informieren, ob Tiere mit genverändertem Futter gefüttert wurden. Es ist generell davon abzuraten Genfood zu konsumieren, weil man nicht genau weiß, wie sich diese Lebensmittel auf unsern Organismus und unsere Gene auswirken können. Wer sich bei seinem täglichen Speiseplan nicht sicher ist, ob er genveränderte Speisen zu sich nimmt, sollte das „Kleingedruckte“ auf der Verpackung lesen oder seinen Metzger oder Lebensmittelhändler fragen.

Geschmacksverstärker
Geschmacksverstärker sind Lebensmittelzusatzstoffe, die den Geschmack von Speisen verstärken. Dadurch, dass sie keinen oder nur einen geringen Eigengeschmack haben, kann man sie leicht anderen Speisen untermischen. Der am häufigsten genutzte Geschmacksverstärker ist das Natriumglutamat. Geschmacksverstärker sind zwar gesetzlich zugelassen, dennoch sind sie umstritten, da sie Übergewicht begünstigen und die Insulinausschüttung fördern. Glutamat befindet sich häufig in Leckereien wie Chips, Pizza und Fertiggerichten. Wenn dem Lebensmittel Glutamat zugesetzt wurde, dann ist das meistens mit den Worten „Aromen“, „Milchzucker“ oder „Würze“ deklariert.

Künstliche Farbstoffe
Künstliche Farbstoffe sind meist in Süßigkeiten wie Fruchtbonbons enthalten. Farbstoffe sind mit E-Nummern der 100er Reihe gekennzeichnet. Durch den Zusatz von Farbstoffen erhalten sie eine schöne Farbe und regen eher zum Verzehr an, als wenn sie nicht gefärbt wären. Natürliche Farbstoffe sind unbedenklich. Es gibt aber viele Künstliche Farbstoffe, die gesundheitsschädigend sind. Synthetische Farbstoffe können Allergien auslösen. Bei der Herstellung von synthetischen Farbstoffen kommt aber noch ein Umwelt-Aspekt dazu, weil bei der Herstellung umweltschädliche Nebenprodukte abfallen. Es ist daher zu empfehlen, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und gegebenenfalls Produkte zu wählen, die mit natürlichen Farbstoffen versetzt sind.

Konservierungsstoffe
Den meisten Lebensmitteln werden heutzutage Konservierungsstoffe zugesetzt, damit sie länger haltbar bleiben. Harmlose Konservierungsmittel sind z. B. Sorbinsäure und Ameisensäure. Auch die Konservierungsstoffe sind mit E-Nummern der 100er Reihe gekennzeichnet. Konservierungsmittel, die die Nummern E 210 bis 233 haben, können bei Kindern Allergien und Kopfschmerzen auslösen. Es ist daher ratsam, möglichst Lebensmittel zu verzehren, die keine Konservierungsmittel enthalten. Am besten sollte man beim Zubereiten von Speisen immer frische Zutaten zu verwenden.