Heilkräuter in der Medizin

Ist der Garten auch noch so klein, Kräuter passen immer hinein. Sie geben nicht nur einen wunderbaren Farbtupfer ab, stecken auch voller Aroma und haben zudem noch heilende Wirkung. Vielen ist der Doppelnutzen verschiedener Pflanzen und Kräuter gar nicht so sehr bekannt. Es gibt einige Pflanzen welche man ungerechtfertigter Weise als Unkraut abstempelt, dabei enthalten diese so viele wichtige Inhaltsstoffe die zur Gesundheit beitragen können.

Ein unliebsames Kraut ist beispielsweise die Brennnessel. Doch schon die ältere Generation wusste deren Bedeutsamkeit zu schätzen. Brennnesseln müssen nicht angebaut werden, denn sie wachsen in jedem Garten. Für die Zubereitung von Heiltees können sowohl die Samen als auch das Kraut der Pflanze genutzt werden. Die Brennnessel ist ein Kraut gegen viele Beschwerden. Sie hilft bei Verstopfung, Durchfall, Magenbeschwerden, auch bei Harnwegserkrankungen und Rheumatismus. Der Brennnessel wird ebenso eine blutreinigende und stoffwechselfördernde Wirkung nachgesagt.

Spitzwegerich, Salbei und Thymian sollten im hauseigenen Kräutergarten ebenso einen Platz finden. Spitzwegerich hilft bei Atemwegsbeschwerden, als Tee getrunken. Bei Insektenstichen und kleinen Verletzungen macht sich der Saft der Blätter bewährt, da dieser antibakteriell und desinfizierend wirkt.
Salbei, als frisch aufgegossener Tee mehrmals über den Tag verteilt getrunken, reduziert die Schweißbildung. Salbei im Fußbad ist wirksam gegen Schweißfüße.
Thymian ist gut bei Erkältungskrankheiten und Entzündungen im Mund- und Rachenbereich. Er wirkt antibakteriell und Virenhemmend, krampflösend und erleichtert das Abhusten.

Die Kraft der Pfefferminze ist ebenso wenig zu unterschätzen. Pfefferminze ist hilfreich bei Kopfschmerzen. Die frischen Blätter werden als Tee zubereitet. Anschließend kann eine Kompresse mit dem Tee durchdrängt werden und als Stirnauflage verwendet werden.
Kamille, Fenchel und Lavendel gehören ebenfalls zu den heilenden Kräutern und Pflanzen. Lavendel dient zur Entspannung bei Stress und Nervosität. Ein paar Lavendelzweige im Schlafzimmer oder ein Duftbeutelchen unter dem Kopfkissen sorgen für einen erholsamen Schlaf.

Alle Kräuter und Pflanzen sind einfach anzubauen und in der Pflege zumeist recht anspruchslos, und dienen einer guten und ausgewogenen Pflanzenernährung!