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Marketing von Arztpraxen

Wie können und dürfen sich Praxen vermarkten


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 16.02.2010, 16:01 Uhr
Autor: Administration account

Marketing von Arztpraxen
 
Selbst in den Zeiten, als Praxis-Marketing streng reglementiert war, wurde es von Ärzten unwillkürlich betrieben. Sie durften keine Werbung für sich oder ihre Ordination machen und mussten enge Vorgaben zur Gestaltung etwa des Praxisschildes befolgen. Da aber Marketing auf Kommunikation beruht, geschah es im Umgang des Arztes mit seinen Patienten beiläufig. Und auch bei der Führung seiner Mitarbeiter betrieb der Arzt Marketing. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter machten als Multiplikatoren durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf den Arzt aufmerksam. Selbst Ärzte, die meinen, sie würden auf Marketing weitestgehend verzichten, führen verschiedene Maßnahmen durch. Zu diesen zählen beispielsweise die ansprechende und einheitliche Gestaltung des Wartezimmers und der Behandlungsräume, das Beschwerdemanagement oder das Auslegen von sorgfältig ausgewählten Patientenbroschüren, Prospekten und sonstigem Info- oder Lesematerial.

Internes, externes und mediales Marketing

Internes, externes und mediales Praxismarketing sind ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags von Ärzten jeder Ausrichtung. Unter internem Marketing versteht man zum Beispiel den Umgang des Arztes mit seinen Mitarbeitern, seinen Führungsstil. Dieser ist ganz ausschlaggebend für das Klima in der Praxis, das auch von Patienten wahrgenommen wird.
Das externe Marketing umfasst alle Kontakte, auch die, die der Arzt neben seinen Patienten noch pflegt. Also zum Beispiel der Austausch mit Kollegen, die ihm Patienten überweisen oder mit Vertretern der Pharmaindustrie oder den Krankenkassen.

Mediales Praxismarketing umfasst sowohl alle Möglichkeiten zur Darstellung der Arztpraxis als auch die Mittel, die zur Kommunikation bestehen, etwa E-Mails oder SMS als Service zur Terminvereinbarung.

Die Glaubwürdigkeit von Praxis-Marketing

Moderne Arztpraxen nutzen zur Selbstdarstellung Imagebroschüren ebenso das Internet. Bei Patienten genießen diese Werbemittel zur Information über das Leistungsspektrum sowie über die angebotenen besonderen Diagnose- und Behandlungsverfahren hohe Akzeptanz.
Ärzte, die das Marketing rund um ihre Praxis ernst nehmen, wählen für gewöhnlich Prospekte, Faltblätter oder Produktproben der Pharmaindustrie und nehmen diese kritisch unter die Lupe. Sie werden sorgfältig auswählen, welche fremden Werbemittel sie in ihrer Praxis auslegen. Dazu zählt u.a. die Prüfung der Druckerzeugnisse auf deren Informationsgehalt. Plump aufgemachte und nur auf Werbung beschränkte Prospekte haben kaum Chancen, ausgelegt zu werden. Nur wenn Patienten einen echten Mehrwert erhalten und ihr Informationsbedarf gestillt wird, findet auch das beworbene Produkt Beachtung.

Patienten sind generell in den Wartezimmern für Werbung aufgeschlossen, wenn diese dezent auf Werbemitteln angebracht ist und sie hilfreiche Ratschläge und Hintergrundinformationen bietet. Jeder Arzt, der bewusst Marketing für seine Praxis betreibt, wird gerne seriös aufbereitete Informationsbroschüren als Ergänzung zu den eigenen Werbemitteln auslegen. Alle anderen wird er ablehnen, um nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren.