Medikamente

Dabei verlassen wir uns auf das Wissen der Pharmaunternehmen und der Ärzte, die in den vergangenen Jahren neue Medikamente auf den Markt gebracht haben. Im Jahr 2006 haben forschende Pharmaunternehmen durch neuartige Medikamente große Fortschritte in der Medizin gemacht. Viele verschiedene Krankheiten lassen sich durch die Forschung nun besser behandeln oder sogar verhindern. 4,1 Milliarden Euro werden jährlich deutschlandweit von den Pharmaunternehmen für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente aufgewendet. Ein besonders hoher Anteil dieser Kosten entfällt auf die Forschung neuer Medikamente für Herz-Kreislauf-Erkrankungen welches die Todesursache Nr. 1 der Deutschen darstellt. Über 15.000 Menschen arbeiten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Pharmaunternehmen.

Kostenexplosion

Durch die Gesundheitsreform hat sich für die Pharmaunternehmen, aber auch für die Patienten vieles verändert. Immer mehr Patienten müssen nun für die Kosten der  Medikamente selbst aufkommen, weil die Krankenkassen diese nicht mehr übernehmen. Dies ist besonders für chronisch Kranke ein Problem, denn viele dieser Menschen sind aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Ihnen fehlt die Möglichkeit, die Therapien zu bezahlen, die für sie vielleicht sogar am Besten sind. Aber auch die Pharmaunternehmen, die verantwortlich ist für die hohen Preise der Medikamente wird es in den nächsten Jahren im Zuge der Gesundheitsreform schwerer haben. Durch eine Transparenz auf dem Medikamenten-Markt wird jeder Bürger mündig und kann selbst entscheiden, welches Produkt er wählt. Dadurch sollen die Unternehmen noch stärker untereinander konkurrieren, was sich vielleicht langfristig positiv auf die Preise auswirken kann. Es ist allerdings fraglich, ob der Effekt für die Patienten spürbar wird. Zurzeit ist Patienten zu raten, dass sie sich zu dem verschriebenen Medikament von ihrem Apotheker beraten lassen. Dieser kann vielleicht ein Produkt anbieten, welches den gleichen Wirkstoff  und die gleiche Zusammensetzung hat, sich im Preis aber von dem verschriebenen Produkt unterscheidet.  Listen und Informationen sind auch im Internet zu finden. Trotzdem bleibt immer die Devise: „Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.