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Pilates
Pilates ist ein nach seinem Begründer benanntes systematisches Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, bei der es darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern.
Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 29.07.2008, 11:31 Uhr
Autor:
Joseph Hubert Pilates, geboren 1880 in Mönchengladbach, beschäftigte sich aufgrund einiger körperlichen Beschwerden im Kindesalter, wie rheumatischem Fieber und Asthma, früh mit der Körperertüchtigung. Neben Gymnastik und Krafttraining studierte er auch fernöstliche Körperübungen wie Yoga, dessen Einfluss auf die Pilates Trainingsmethode unverkennbar ist. Pilates wirkt auf den ganzen Körper, insbesondere auf die Stützmuskulatur, da sich die Übungen vor allem auf die tief liegenden kleinen Muskelgruppen konzentrieren, welche in der Körpermitte rund um die Wirbelsäule liegen, gleichzeitig wird die Beckenbodenmuskulatur gekräftigt und im allgemeinen eine enorm verbesserte Körperhaltung erzielt. Durch Kontrolle und Konzentration bei bewusster Atmung, dem Wechsel von An- und Entspannung, der Koordination des Bewegungsflusses wird neben der Stärkung der Muskulatur vor allem eine erhöhte Körperwahrnehmung angestrebt. Wie beim Yoga zählen eine gesunde Körperhaltung, die Stärkung des Kreislaufes und eine verbesserte Kondition und Bewegungskoordination zu den Ergebnissen.
Schonende Gymnastik für Prävention und Rehabilitation
Die rund 500 Übungen, welche Atemtechnik und Stretching beinhalten werden alle langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln, Sehnen und Gelenke geschont werden und sind deshalb nicht nur zur Prävention, sondern auch für die Rehabilitation bestens geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Übungen, die vorerst ohne Geräte auf Trainingsmatten am Boden ausgeführt werden. Aufgrund seiner Wirkung auf den Organismus wird in vielen Fällen die Teilnahme an einem Pilateskurs von den Krankenkassen, genau wie beim Yoga bezuschusst.