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Energiesparlampen

Sparlampen und Gesundheit


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 24.07.2009, 14:00 Uhr
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Energiesparlampen und die Gesundheit

Die klassische Glühbirne verbraucht viel Strom. Deswegen machen sich Umweltschützer, Politiker und Lampenhersteller seit langer Zeit für die Energiesparlampe stark. Jetzt kommt es sogar zu strengen Effizienzstandards, die der EU nachhelfen sollen und die praktisch einem Verbot der herkömmlichen Glühbirne gleich kommen. Ab diesem Jahr werden herkömmliche Glühbirnen nach einem Zeitplan gestaffelt ganz vom Markt verschwinden.

Derzeit ist die Verbreitung von traditionellen Glühlampen noch sehr groß, aber inzwischen beginnt ein Umdenken und der Markt wird durch Energiesparlampen erobert. Grundsätzlich ist die Energiesparlampe eine ganz feine Sache. Während eine ganz normale Glühbirne den riesigen Anteil der Energie für die Produktion von Wärme verbraucht, wandelt die Energiesparlampe den meisten Teil der Energie wirklich in Licht um. Dadurch ist der Energieverbrauch der Energiesparlampe im Gegensatz zur Glühbirne um bis zu 80% niedriger. Auch wenn eine Energiesparlampe wesentlich mehr als eine normale Glühlampe kostet, rechnet sich der Kauf einer Energiesparlampe bereits nach etwa einem Jahr alleine durch die eingesparten Stromkosten. Außerdem halten die Energiesparlampen durchschnittlich 15 Mal länger als herkömmliche Glühbirnen.

Bei der Diskussion um das faktische Glühlampenverbot sollten aber nicht nur Effizienz-, sondern auch die Gesundheitsaspekte intensiver miteinbezogen und gewichtet werden – so die Wissenschaftler. Ökotest hat über Energiesparlampen herausgefunden, dass sie Elektrosmog verursachen. Das Labor ließ die Strahlungen im 30 Zentimeter Abstand zum Kopf messen und es wurden dabei hochfrequente elektrische Wechselfelder entdeckt. Obwohl es derzeit noch keine Grenzwerte für Energiesparlampen gibt, im Vergleich mit den Vorschriften für Computer-Displays war das Ergebnis alarmierend. Laut dem Experten des Testlabors, Wolfgang Herter, war die für Computer-Displays auf 1 Volt pro Meter beschränkte Strahlung bei Energiesparlampen bis zum Zwölffachen höher.

Zum Ausweichen dem elektromagnetischen Feld wird derzeit ein Abstand von minimal 1,5 Metern zwischen Lampe und Körper Lampe empfohlen. Daher ist es aus Gesundheitsgründen nicht zu empfehlen, die Energiesparlampen für die Bereiche einzusetzen, wo man sich über lange Zeit unmittelbar an der Lichtquelle aufhält.

Die gesundheitlichen Folgen des Elektrosmogs werden schon seit Jahren kontrovers diskutiert. Besonders bei Handys gibt es breite öffentliche Diskussionen zum Thema Elektrosmog und seine Folgen. Andere Alltagsgeräte wie eben die Energiesparlampe beziehungsweise stark strahlende Schnurlostelefone (Ladestationen) gehen im öffentlichen Bewusstsein oft unter. Der Elektrosmog stresst den Organismus, insbesondere in der lebenswichtigen Schlafphase. Auch wenn es für mehrere mögliche gesundheitliche Risiken derzeit keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise gibt, sind zahlreiche Mediziner skeptisch.

Energiesparen mit der Energiesparlampe
hört sich einfach und logisch an. Dennoch besteht ganzheitlich betrachtet noch eine ganze Menge Fragen, die wissenschaftlich erforscht und geklärt werden müssen, bevor diese Art der Energieeffizienz auch aus der gesundheitlichen und umweltpolitischen Sicht als unbedenklich bezeichnet werden kann.