Wohngifte

Der beste Wille und die gesündeste Einstellung zum eigenen Körper und zum Leben, gesundes Essen und ausreichend Bewegung können sind machtlos, wenn äußere Faktoren diese Voraussetzungen für Wohlbefinden und Gesundheit untergraben. Wenn Störzonen und Schadstoffquellen in unserem Haus oder unserer Wohnung schleichend und dauerhaft negativen Einfluss auf unseren Organismus nehmen.

Unsere Ausführungen zum Thema Elektrosmog, Strahlungen, elektromagnetische Felder und Wellen haben Ihnen bereits einen ersten Eindruck gegeben, in wie weit Ihre direkte Umgebung schadhaften Einfluss auf Ihre Gesundheit nehmen könnte. Wir möchten hier weiter führend auf Schad- und Giftstoffe aufmerksam machen, die unseren modernen Behausungen und deren Baumaterialien innewohnen. Die täglich beim einrichten, malen, lackieren, versiegeln, kleben und isolieren in unsere Wohnungen Einzug halten. Der aus den USA stammende Begriff „House Sickness Syndrom“ beschreibt eine Reihe von ernsthaften körperlichen Störungen und Krankheiten, als dessen Ursache Wohngifte oder Schadstoffe im Raumklima verantwortlich sind.

Aus Unkenntnis heraus leben viele Menschen heutzutage mit einer ständigen gesundheitlichen Belastung, ausgehend von Ihrer Heim- und Ruhestätte, welche eigentlich für Entspannung und Regeneration vorgesehen sind. Aufklärung gibt es seitens der Hersteller von Baumaterialien aus den altbekannten Gründen von Gewinnsucht und Angst vor Absatzeinbußen kaum. Das Festsetzen von Grenzwerten einzelner Gifte durch die Gesetzgebung erfüllt nur bedingt Ihren Zweck, denn einerseits liegen den offiziellen Grenzwerten Laborergebnisse zu Grunde, die nur kurzfristige Schadstoffwirkungen berücksichtigen und andererseits treten die Gifte selten allein, sondern meist in Wechselwirkung mit anderen Giftstoffen auf. Zudem sind die Grenzwerten im Einzelfall einer Erkrankung schon als zu hoch einzustufen. Die Studien beruhen weiterhin nur auf bereits bekannte Gifte, nicht jedoch auf unbekannte Stoffe, für deren Unschädlichkeit die Hersteller bisher keine beweiskräftigen Forschungsergebnisse liefern konnten.

Es gilt also, wie so oft im Zusammenhang des Verhältnisses zwischen Verbraucher und Anbieter, nicht nur blind zu vertrauen, sondern sich zu informieren, um den Einsatz von schadstoffbelasteten Baumaterialien zu vermeiden oder bestehende Belastungen durch Wohngifte zu minimieren oder besser zu beseitigen.